Schon erlebt?

Herr Meier will ein Bild aufhängen.

Den Nagel hat er, nicht aber den Hammer.
Aber der Nachbar hat einen.
Also beschließt Herr Meier, beim Nachbarn zu läuten und sich den Hammer auszuborgen.
Doch da kommen ihm Zweifel:
„Was, wenn der Nachbar mir den Hammer nicht leihen will?
Gestern schon grüßte er mich nur so flüchtig. Vielleicht war er in Eile.
Aber vielleicht war die Eile nur vorgeschützt, und er hat etwas gegen mich.
Und was? Ich habe ihm nichts getan; der bildet sich da etwas ein. Wenn jemand von mir ein Werkzeug borgen wollte, ich gäbe es ihm sofort. Und warum er nicht? Wie kann man einem Mitmenschen einen so einfachen Gefallen abschlagen?“
Leute wie dieser Kerl vergiften einem das Leben. Und dann bildet er sich noch ein, ich sei auf ihn angewiesen.AN1191 Bloß weil er einen Hammer hat.

„Jetzt reicht´s mir wirklich.“
Und so stürmt Herr Meier hinüber, läutet, der Nachbar öffnet, doch bevor der „Guten Tag“ sagen kann, schreit ihn Herr Meier an: „Behalt doch deinen Hammer, du Idiot!“

Die Geschichte ist von Paul Watzlawick und beschreibt so wunderbar, wie schwer wir uns manchmal mit der Kommunikation tun.

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Über Johannes R. Meister MA

Master of Arts – Integrierte Kommunikation; Diplom-Coach, PR-Berater und Certificied WebDesigner of New-Media-Academy – Wien, Expert to BrainGuide. Mitglied der wko.at, Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation; Mitglied des Europäischen Büros für Kommunikations-Designer; Member of best.design.agencies; Member of International Association of Art to the UNESCO.

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